Die Einführung der Baumschutzverordnung in Cuxhaven zeigt meiner Meinung nach deutlich, wie gut gemeinte Regelungen letztlich zu mehr Frustration in der Bevölkerung führen können. Natürlich ist der Schutz der Natur wichtig, aber muss das wirklich durch eine Verordnung geschehen, die jeden Eingriff derart bürokratisiert? Die Forderung, für das Fällen jedes einzelnen Baumes – selbst abgestorbener – eine Genehmigung einzuholen, zeigt, wie wenig Vertrauen in die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger besteht.
Ich befürchte, dass diese Regelung eher das Gegenteil von dem bewirkt, was sie erreichen will: Statt neue Bäume zu pflanzen, könnten viele Menschen zögern, weil sie die Bürokratie und möglichen Konsequenzen scheuen. Warum schaffen wir nicht Rahmenbedingungen, die ermutigen, statt einengen? Ein Bundesnaturschutzgesetz reicht vollkommen aus, um grundlegende Standards zu setzen. Alles darüber hinaus ist überflüssige Regulierung, die niemandem hilft, aber viel Frust erzeugt.
Wir brauchen mehr Mut, auf die Eigenverantwortung der Menschen zu setzen, statt immer neue Vorschriften zu erlassen. Nur so können wir wirklich langfristig Natur und Lebensqualität miteinander verbinden.