Verlässliche Rahmenbedingungen und klare Gesetze

Verlässliche Rahmenbedingungen und klare Gesetze

Einleitung

Eine moderne, klare und verständliche Gesetzgebung ist der Schlüssel zur Entbürokratisierung und zur Anpassung an die Anforderungen einer dynamischen Gesellschaft. Der Einsatz von Technologie, kombiniert mit menschlichem Verantwortungsbewusstsein, bietet das Potenzial, die Gesetzgebung nachhaltig zu verbessern. Dies ist nicht nur ein pragmatischer Ansatz, sondern auch eine essenzielle Grundlage für die Stärkung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.

Verlässliche Rahmenbedingungen sind für sämtliche Infrastrukturmaßnahmen unbedingt umgehend umzusetzen. Es kann nicht sein, dass der Ausbau von 100 km erforderlicher Autobahn oder Bahnstrecke Jahrzehnte dauert, während das in Polen in drei Jahren geht. Mit einer einfachen und transparenten Aufgabenverteilung können solche Verfahren beschleunigt werden. Hier stehen sich in den Behörden die Ansprechpartner im Weg und blockieren damit das Fortkommen der Gesellschaft.

Klare verständliche Gesetze für alle Bereiche sind unerlässlich. Grundsätzlich sollten Gesetze für alle – auch den Laien – verständlich formuliert sein. Mit Blick auf unsere Steuergesetzgebung kann von Einfachheit und Transparenz keine Rede sein. Hier können wir uns die Schweiz   zum Vorbild nehmen – auch wenn viel weniger Einwohner und Einwohnerinnen betroffen sind.

Man sollte Gesetzestexten kurze Präambeln voranstellen, die das spezifische Ziel und den Hintergrund des jeweiligen Gesetzes einfach verständlich erläutern, um für Klarheit in z.B. den Genehmigungsprozessen zu sorgen.

Beispiele

Der aktuelle Ansatz ist gut gemeint, aber der Rahmen ist (wieder) schlecht gemacht. Es gibt doch schon eine Regelung im Erneuerbaren-Energien-Gesetz (§ 6) wie eine Bürgerbeteiligung aussehen sollte. Sie ist noch nicht perfekt, aber gut umzusetzen mit viel Ausbaupotential. Statt dieses Gesetz einheitlich für alle Bundesländer zu beschließen, hat nun jedes Bundesland noch einmal drauf gesattelt und neue Regelungen geschaffen, die die ganze Sache wieder zu komplex machen und zu absurden Verhältnissen führen. Das ist nicht nur schlecht gemacht, das ist inzwischen unverantwortlich. Denn jede Regelung muss von Behörden geprüft werden und bläht den Verwaltungsapparat auf.
Das Chaos in der Gesetzgebung in den unterschiedlichen Bundesländern muss aufgeräumt und vereinheitlicht werden. Dieses sollte über Din-Normen einheitlich für alle Bundesländer gelten, damit nicht unendlich viele unterschiedliche Bauvorschriften zu beachten sind.
Ebenfalls über eine einfache Präambel hätte man auch das Steuerloch in Sachen Cum Ex schließen können. Hierzu hätte es sicher keine kleinteiligen, kompliziert formulierten und damit missverständlich ausgelegten Regelungen benötigt, sondern eine ganz einfache Formulierung: Wer versucht, sich nichtgezahlte Steuern erstatten zu lassen, wird mit einer Freiheitsstrafe von nicht unter drei Jahre bestraft und alle beteiligten Banken/Institutionen müssen das Doppelte an eingesparten Steuern als Strafzahlung an die Finanzbehörde bezahlen. Das hätte sicherlich Wirkung gehabt und den Missbrauch spürbar gedeckelt.
Rechtssichere Präambel vor die Artenschutzverordnung setzen, die deutlich macht, dass generell der Populationsbezug gilt und nicht der Bezug auf das einzelne Individuum. Diese Art muss hierbei eindeutig und wissenschaftlich erwiesen bzw. laut der geschlossenen Artenschutzliste windkraftsensibel sein, um überhaupt artenschutzrechtliche Untersuchungen anstellen zu müssen. Das sollte nicht nur für die Infrastrukturprojekte gelten, sondern für alle Planungsvorhaben.

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