Die Problematik der Belastung des Sozial– und Rentenversicherung verdeutlicht die Herausforderungen, die durch demografische Veränderungen, Arbeitskräftemangel und die steigende Beanspruchung der Sozialsysteme entstehen. Um diesen komplexen Entwicklungen zu begegnen, müssen die zentralen Herausforderungen analysiert und mögliche Lösungsansätze entwickelt werden.
Bis 2035 scheiden rund 20 Millionen Menschen aus dem Arbeitsleben aus, während nur 12,5 Millionen nachfolgen. Diese Diskrepanz führt zu einer erheblichen Belastung der Rentenversicherung- und Krankenversicherungssysteme. Besonders im Mittelstand sowie im Handwerk und bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) fehlt es an Unternehmern und Fachkräften. Die Folgen könnten eine geringere Wertschöpfung und potenziell höhere Arbeitslosigkeit sein. Weniger Beitragszahlende stehen einer steigenden Zahl an Rentnern gegenüber, was den Druck auf Rentenversicherungen und Krankenkassen erheblich erhöht.
Jede Politikerin und jeder Politiker sollte sich 3 Fragen stellen, die sich jede Unternehmerin und jeder Unternehmer tagtäglich stellt – und alle drei mit Ja beantworten. Dann kämen wir viel schneller viel weiter:
- Agiere ich im Sinne des Unternehmens – des Staates – und nicht im Sinne meines Egos?
- Würde ich die Ausgabe oder Entscheidung mit meinem eigenen Geld tätigen?
- Trage ich die Verantwortung und kann ich die Entscheidung vor der nächsten Instanz vertreten?
Wir brauchen endlich wieder Mut und kluge Kompromisse, um Entscheidungen zu treffen und unsere Systeme zu entschlacken. Mut für Lösungen für die Probleme der Rentenversicherung. Dabei dürfen wir aber nicht in die Falle tappen und die Transformation als Selbstzweck sehen, also günstigen Angeboten aus China dem Zuschlag geben, sondern Wertschöpfung in Deutschland im Verbund mit Europa in den Blick nehmen, sichern und entwickeln.